Drittes Schumann-Plus-Konzert mit Trio-Besetzung

Das Robert-Schumann-Haus informiert:

Drittes Schumann-Plus-Konzert mit Trio-Besetzung

Trio Alterna spielt am 3. März Stücke von Johannes Brahms sowie Clara und Robert Schumann

Am 25. Februar findet im Robert-Schumann-Haus Zwickau das zweite der diesjährigen Schumann-Plus-Konzerte statt. Nur eine Woche später folgt schon das nächste. Das Trio Alterna beleuchtet am Sonntag, 3. März um 17 Uhr die „Dreiecksbeziehung“ zwischen Robert und Clara Schumann und Johannes Brahms. Zur Aufführung kommen das Klaviertrio Nr. 1 op. 8 von Johannes Brahms, die Drei Romanzen für Klavier op. 11 von Clara Schumann und die Vier Phantasiestücke op. 88 von Robert Schumann. Das Konzert bietet einzigartige und ungewohnte Klangerlebnisse, weil die drei Musiker des Trios auf Originalinstrumenten des 19. Jahrhunderts spielen, Takahiko Sakamaki auf einem Breitkopf & Härtel-Flügel von 1860.

Johannes Brahms‘ Klaviertrio Nr. 1 op. 8, das er quasi unter den Augen Robert Schumanns 1854 komponierte, gilt als Paradebeispiel der kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Werken. Brahms, dem recht schnell seine frühen Werke missfielen, überarbeitete das Trio 1889 grundlegend; er entfernte die von ihm empfundene „romantische Geschwätzigkeit“ mit „zu vielen unnötigen Schwierigkeiten“ und verdichtete die Klangsprache zu einem rundum „verneuerten“ Trio. Er beschreibt es an Clara Schumann so: „Ich habe mein H-Dur Trio noch einmal geschrieben und kann es Op. 108 statt Op. 8 nennen.”

Clara Wieck komponierte 1838 ihre Klavier-Romanzen op. 11 für Robert, dem sie die Romanzen auch zur Begutachtung schickte mit der Bitte, ihr doch Korrekturhinweise zu geben. Doch anders als erwartet schreibt Robert ihr zurück: „An Deiner Romanze hab‘ ich nun abermals von Neuem gehört, daß wir Mann und Frau werden müssen. Du vervollständigst mich als Componisten, wie ich Dich. Jeder Deiner Gedanken kömmt aus meiner Seele, wie ich ja meine ganze Musik Dir zu verdanken habe. An der Romanze ist nichts zu ändern; sie muß bleiben wie sie ist.“

Robert Schumann schuf seine Phantasiestücke für Klaviertrio bereits Ende 1842 in seinem sogenannten Kammermusikjahr als Klaviertrio, aber so recht passten sie nicht in die enge Form des Klaviertrios und trotz Ankündigung gegenüber seinem Verleger ließ er Termin und Frist verstreichen und die Stücke ruhen. 1849 überarbeitete er die Sätze und veröffentlichte sie schließlich als Phantasiestücke mit den passenden Titeln Romanze, Humoreske, Duett und Finale.

Die russische Geigerin Anna Dmitrieva, die spanische Cellistin Amarilis Dueñas und der japanische Pianist Takahiko Sakamaki gründeten 2020 in Köln das Trio Alterna, das beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Siegburg „Beethoven in seiner Zeit“ den 2. Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Ludwig van Beethoven gewann. Alle drei Musiker verfügen über weitreichende sowohl solistische als auch kammermusikalische Erfahrungen. Das Repertoire des Trios erstreckt sich von der Frühklassik bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Ihre vielfach gerühmte Debüt-CD mit Werken Ludwig van Beethoven erschien 2023.

TrioAlterna Schumann

Trio Alterna, Foto: privat

Sowohl für das Konzert am 25. Februar mit Werken von Reinicke, Schumann, Martin, Sancan und Poulenc als auch für Schumann-Plus III am 3. März sind Eintrittskarten zu 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Eine Vorbestellung ist möglich unter 0375 834406 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.