FDGB-Pokalsieg BSG Sachsenring Zwickau

Das Endspiel begann - was das Niveau anging - eigentlich erst nach dem 1:0 durch Heidler (65., Vorarbeit Kotte). Die Dresdener feierten es nicht nur wie eine Erlösung, sondern wollten es sofort ausbauen. Hier rettete Croy seine Männer das erste Mal. Doch plötzlich zeigten diese, daß sie auch mitspielen konnten! Was in Heinz Dietzschs technischem Kabinettstück gipfelte, mit dem es Geyer zum Statisten machte und Joachim Schykowski den Ball auf den Scheitel hob (1:1/73). Der gleiche Schykowski schockte dann seine Elf auf besondere Weise: Als sich alles noch darüber entsetzte, daß sein Kopfball nur gegen die Latte gegangen war, zog Dynamo seinen Gegenzug über Kotte und Richter zum 2:1 auf (99.).

POKAL 5

Dynamo war am Scheideweg: Großer Sieg mit vehementem Weiterstürmen gegen einen geschockten Gegner? Oder "nur" Sieg mit Tempoverschleppung und Ballsicherung? Die Elf wählte das zweite. " Ich habe mich draußen Heiser geschrien: Sie sollten weiter angreifen. Sie haben's nicht begriffen. Und es kam, wie es uns schon oft erging. Wieder mal fehlte die Konzentration, einen Vorsprung halten zu können." DynamoTrainer Fritzsch sah, was Zwickau wollte.

"Alles oder nichts hieß die Devise. Ohne Ausputzer, alles nach vorn", so Karl-Heinz Kluge. Und eben diesen Ausputzer Hans Schykowski, sprung- und kopfballstark, legte dann Nestler, der bis dahin ein Schattendasein gegen den großartigen Gerd Weber geführt hatte, den Ball auf den Fuß: Ausgleich. Und nur noch zwei Minuten.